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Über DO Karate

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DO Karate (DO = Weg, von japanisch Kara = leer, Te = Hand, ) ist eine Kampfkunst aus Japan, welche heute eine der meistausgeübten Kampfkünste weltweit ist. Der Name DO Karate bedeutet in etwa "Weg der leeren Hand" und soll veranschaulichen, dass sich der Karateka (Ausübender des Karate) mit Techniken verteidigt, die ohne Waffen auskommen.

Karatetraining
Im Karate-Training werden mehrere Trainingsteile gepflegt, um die Kampfkunst ganzheitlich verstehen und beherrschen zu lernen. Jede Lektion beginnt mit einem traditionellen Grussritual und Aufwärmübungen.Danach werden für die Lektion Schwerpunkte aus den Teilen Kihon (Grundschule), Kata (Formen) und Kumite (Partnerübungen/Kampf) geübt und vertieft sowie Kraft, Kondition oder die Dehnfähigkeit trainiert. Die Lektion endet wieder mit dem Grussritual.

Mit Ausnahme der Karate Plus- und Vollkontakt-Klassen werden unsere Mitglieder ab 9. Kyu (Rotgurt) in Shobu-Kumite unterrichtet. Als Shobu-Kumite wird der freie Kampf ohne Kontakt bezeichnet. Gekämpft wird mit einer leichten Schutzausrüstung, erlaubt sind kontrollierte Faust- und Fusstreffer zum Kopf oder Rumpf sowie Würfe und Feger. Es gilt das offizielle Reglement für Shobu-Kumite.
Techniken, welche sauber, kräftig, gezielt, kontrolliert und mit Kiai ausgeführt werden, werden mit 1,2 oder 3 Punkten bewertet. Techniken, welche unterhalb der Gürtellinie ausgeführt werden sowie Treffer, welche Wirkung zeigen, sind in diesem Kampfsystem nicht erlaubt und werden geahndet.
Reaktionsvermögen, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Körperkontrolle sind wichtige Komponenten dieses Kampfsystemes. Auf das Training dieser Fähigkeiten legen wir im Unterricht besonderes Augenmerk.

Selbstverteidigung
In unserem Unterricht lehren wir Karate als Mittel zur gewaltfreien Konfliktlösung. Mehr Informationen über die gewaltpräventiven Auswirkungen von Karate erhalten Sie auf unserer Homepage für Gewaltprävention.
Dennoch erhalten alle Mitglieder die notwendigen Kenntnisse, um sich in einer Notsituation zur Wehr setzen zu können. Geschult wird Selbstverteidigung ab der 9. Kyu-Stufe (Rotgurt). Je fortgeschrittener das Mitglied, desto mehr Wert wird dem Training der Selbstverteidigung beigemessen. Schlussendlich ist ein Karateka in der Lage, stressfrei auf mehrere, frei agierende AngreiferInnen zu reagieren. Die umfassendste und anspruchsvollste Übungsform dazu ist die Kreisarbeit.

Prüfungen
Karatekas haben zweimal jährlich die Möglichkeit, eine Gurtprüfung abzulegen. Die regulären Prüfungstermine liegen unmittelbar vor den Sommerferien sowie vor den Weihnachtsferien.

  • An den Prüfungen wird das im Unterricht Vermittelte und in den Prüfungsanforderungen Definierte geprüft, wobei jeweils die Inhalte der vergangen Prüfungen repetiert werden.
  • Je nach Prüfungsniveau wird die Prüfung an einem, zwei oder drei Abenden durchgeführt.
  • Prüfungkandidaten unter 16 Jahren gelten als Junioren, solche ab 30 Jahren als Senioren. Für beide Gruppen gelten gemäss Prüfungsanforderungen veränderte Anforderungen.
  • Ab 16 Jahren wird bei einem Farbwechsel eine schriftliche Prüfung verlangt.
  • Bei Schwarzgurtprüfungen reicht der Kandidat eine schriftliche Buchzusammenfassung sowie eine Reflexion über eine Gasttrainingsperiode in einem anderen Dojo ein.
  • An den Prüfungen wird neben den korrekten Karatetechniken auch die mentale Haltung, die konditionelle Verfassung des Kandidaten sowie sein theoretisches Wissen beurteilt.

Gurtsystem
Das Gurtsystem DO Karate gliedert sich wie folgt:

 10. Kyu (1. Rotgurt)

  • Benehmen im Dojo
  • Gi korrekt falten und tragen
  • I.d.R. Prüfung an einem Abend 
  • Besuch des DO Karate Anfängerkurses

 9. Kyu (2. Rotgurt)

  • Erste Partnerübungen
  • Armtechniken müssen Oi und Gyaku beherrscht werden
  • I.d.R. Prüfung an einem Abend

  8. Kyu

  • Schriftliche Prüfung
  • I.d.R. Prüfung an zwei Abenden

  7. Kyu

  • I.d.R. Prüfung an zwei Abenden

  6. Kyu

  • Schriftliche Prüfung
  • I.d.R. Prüfung an zwei Abenden

  5. Kyu

  • I.d.R. Prüfung an zwei Abenden

  4. Kyu

  • Schriftliche Prüfung
  • I.d.R. Prüfung an drei Abenden

  3. Kyu

  • I.d.R. Prüfung an drei Abenden

  2. Kyu

  • Schriftliche Prüfung
  • Der Prüfling muss das Aufwärmen leiten können
  • Tameshiwari (1 Hand-/1 Fuss-Technik)
  • I.d.R. Prüfung an drei Abenden
  • 6 Monate Mindesttraining

 1. Kyu

  • Tameshiwari (2 Hand-/1 Fuss-Technik)
  • I.d.R. Prüfung an drei Abenden
  • 6 Monate Mindesttraining

 1. Dan

  • Schriftliche Prüfung
  • Tameshiwari (2 Hand-/2 Fuss-Techniken)
  • Freier Kampf: 15-Mann-Kumite
  • I.d.R. Prüfung an drei Abenden 
  • 12 Monate Mindesttraining
  • Der Prüfling muss physisch gesund sein
  • Nachweis einer Turnierteilnahme (nicht älter als 1 Jahr)
  • Zusammenfassung eines Buches aus der Literaturliste
  • Besuch eines Anfängerkurses in einem anderen Dojo (schriftliche Zusammenfassung)
  • Anmeldung mindestens 6 Monate vor dem Prüfungstermin

 

Zusätzliche Inhaltselemente